Laut Berichten des mdr steigt der Preis des Azubi-Tickets ab 2022 um 10€ auf 60€ monatlich.
„Eine Preiserhöhung ist das falsche Signal! Grundsätzlich muss das Azubi-Ticket günstiger werden. Ziel muss ein Ticketpreis sein, der mit dem Semesterticket für Studierende vergleichbar ist. Schließlich soll das Azubiticket für junge Menschen ein Anreiz sein, den öffentlichen Personenverkehr zu nutzen. Viele Auszubildende erhalten allerdings so eine geringe Vergütung, dass selbst 50€ schwer zu finanzieren sind. Als GRÜNE JUGEND Thüringen sehen wir die Wirtschaft in der Verantwortung, sich an den Kosten des Azubitickets zu beteiligen. Grundsätzlich war mal ein Dreiteilungs-Modell (Je 1/3 wird vom Land, Azubi, Wirtschaft gezahlt) vorgeschlagen worden. Wir halten dieses für gerechtfertigt und sinnvoll. Schließlich ist das Fachkräftegewinnungsproblem insbesondere in den ländlichen Räumen Thüringens ein immer größer werdendes Problem. Das Azubiticket kann dazu beitragen, dass Menschen im ländlichen Raum wohnen bleiben, anstatt in die Stadt oder gar ganz weg aus Thüringen zu ziehen.“, so Karoline Jobst, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Thüringen.
Dominique Kauer, auch Sprecherin, ergänzt: „Die Ausweitung des Tickets auf Freiwilligendienstleistende in diesem Jahr war ein wichtiger und richtigerr Schritt der rot-rot-grünen Landesregierung! Es braucht jedoch auch endlich eine Lösung für Schüler*innen der 11. Und 12. Klassen. Viele steigen auf das Auto um, sobald sie einen Führerschein machen können. Ein erweitertes Azubiticket könnte hier einen wichtigen Anreiz schaffen, weiterhin Bus und Bahn zu nutzen. Bei allem Reformbedarf darf man eines nicht vergessen: das Angebot des Azubitickets ist bereits heute ein gutes Mobilitätsangebot des Landes für Auszubildende. Dass die Landrätin Martina Schweinsburg den Azubis im Landkreis Greiz diese Möglichkeit verwehrt, obwohl das Land die Kosten vollständig zahlt, ist nicht hinnehmbar!“