Unsere Forderungen zum Semesterstart

Studierende sind seit mehr als einem Jahr in einer psychisch sehr belastenden und finanziell angespannten Situation. Während die Inzidenzwerte in Thüringen hochgehen, planen einige Dozierende bereits ab Montag zu Veranstaltungen in Präsenz zurückzukehren. Zum Beginn des Sommersemesters 2021 macht die GRÜNE JUGEND Thüringen deshalb deutlich, worauf es in Pandemiezeiten im Studium ankommt.
Susanne Martin, Spitzenkandidatin der GRÜNEN JUGEND Thüringen zur Bundestagswahl und Mitglied des Studierendenrats in Jena sagt: „Studierende sind aktuell mit vielen Unsicherheiten konfrontiert, die psychisch sehr anstrengend sein können: Viele Studierende wissen noch nicht, wie das kommende Semester bei ihnen aussehen wird, wie Prüfungen gestaltet werden, wie sie soziale Kontakte mit Kommiliton*innen knüpfen können oder wie sie die nächste Miete finanzieren sollen und erst recht nicht, wie es nach dem Studium weitergehen kann. Es braucht hier klarere Perspektiven und Maßnahmen, die sich nicht alle 2-3 Tage ändern. Während der Pandemie sind auch viele Nebenjobs weggefallen und die Sorgen um Geld sind eine weitere Belastung für Studierende. Besonders im Bereich der Finanzierung braucht es grundlegende Veränderungen auf Bundesebene. Deshalb setze ich mich mit der Grünen Jugend für eine Studierendengrundsicherung und elternunabhängiges Bafög ein.“
Die GRÜNE JUGEND Thüringen begrüßt die pandemiebedingte Verlängerung der Regelstudienzeit und Aussetzung der Langzeitstudiengebühren in Thüringen. Sie fordert allerdings eine gänzliche Abschaffung der Langzeitstudiengebühren.
Lina Kornmüller, aus dem Vorstand der GRÜNEN JUGEND Erfurt und Sprecherin der Hochschulgruppe Campusgrün Erfurt führt aus: „Langezeitstudiengebühren, als monetäre Bestrafung, treffen besonders die Studierenden, welche sich engagieren oder zusätzliche Belastungen haben. Diese unfaire Mehrbelastung sollte längst der Vergangenheit angehören. Insgesamt macht die aktuelle Situation Chancenungleichheiten auch im Studium sichtbarer und verstärkt diese. Mit der finanziellen Situation gehen auch unterschiedliche technische Voraussetzungen einher. In Erfurt hat der Studierendenrat Laptops besorgt und diese mit großer Nachfrage an Studierende verliehen. Das kann keine Lösung sein. Hier müssen Universitäten und das Land ausreichend Angebote schaffen. Auch der Zwang zu Präsenzveranstaltungen führt zu großen Ungerechtigkeiten und weiteren Sorgen um die Gesundheit bei Studierenden. Besonders Personen mit erhöhtem Gesundheitsrisiko werden ausgeschlossen und auch für Studierende mit Kind stellt das eine zusätzliche Hürde dar.“
Die GRÜNE JUGEND Thüringen fordert: Präsenzveranstaltungen sollen nur in absoluten Ausnahmefällen stattfinden. Niemand darf aktuell gezwungen sein, an diesen teilzunehmen.