Die GRÜNE JUGEND Thüringen nimmt die Entscheidung des Thüringer Verfassungsgerichts, dass 16- und 17-Jährige auch an den kommenden Wahlen teilnehmen dürfen, mit Erleichterung auf.

Dazu äußert sich Laura Wahl, Landessprecherin der GJTh: „Wählen zu dürfen ist ein wesentliches Grundrecht einer Demokratie. Es ist gut, dass in Thüringen die 16- und 17-jährigen an den kommenden Wahlen teilnehmen dürfen. Als GRÜNE JUGEND Thüringen setzen wir uns schon seit langem für das Wahlalter 16 auch auf allen anderen Ebenen ein. Wir sind davon überzeugt, dass es unserer Demokratie gut tut, wenn sich viele Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven an ihr beteiligen dürfen.“

Fabian Gabriel, ebenfalls Landessprecher, ergänzt: „Wir hoffen sehr, dass das Gericht auch im Hauptsacheverfahren den Antrag der AfD ablehnt. Aus Sicht der GRÜNEN JUGEND Thüringen darf die Frage nicht lauten, warum 16-Jährige wählen dürften. Vielmehr sollte das Wahlrecht ein Grundrecht aller Bürger*innen sein, von dem Menschen nur aus sehr triftigen Gründen ausgeschlossen werden dürfen. Das junge Alter von Wähler*innen gehört hier eindeutig nicht dazu. Schließlich gibt es bei Wahlen auch nach oben hin – aus guten Gründen – keine Altersbegrenzung. Als GRÜNE JUGEND Thüringen setzen wir uns deshalb auch weiterhin für eine weitere Absenkung des Wahlalters ein.“

„Dass die AfD die Stimmen der Minderjährigen getrennt zählen wollte, ist ein Angriff auf das Grundrecht der geheimen Wahl. Wir sind sehr froh, dass der Gerichtshof auch in diesem Punkt das Wahlgeheimnis als grundlegendes demokratisches Element verteidigt. Die AfD hat mit diesem Antrag einmal mehr bewiesen, dass es ihr nicht um demokratische Teilhabe, sondern einzig um gute Wahlergebnisse geht – Anderswählende würde sie wohl am liebsten gleich ganz von der Wahl ausschließen“, schließt Laura Wahl ab.