Am Samstag den 17.10. veranstaltete die GRÜNE JUGEND Thüringen eine Bildungsfahrt zur Gedenkstätte Buchenwald in Weimar, denn es ist wichtig über Rassismus und dessen Folgen aufzuklären. Besonders in Zeiten, wo AfD, PEGIDA und andere Rechtspopulist*innen und Rechtsextremist*innen den Rassismus wieder salonfähig machen wollen. Und so waren wir schockiert, als wir hörten, dass die Gedenkstätte Buchenwald in den letzten Wochen vermehrt mit Vandalismus zu kämpfen hat. Erklärungsschilder werden beschädigt und NS-Runen sowie Hakenkreuze vermehrt an Gebäude geschmiert.

Das über Rassismus aufgeklärt werden muss, empfand nicht nur die GRÜNE JUGEND Thüringen so, sondern auch die vielen Teilnehmer*innen an dem Besuch der Gedenkstätte. So trafen wir uns alle am Hauptbahnhof in Weimar, um gemeinsam mit dem Bus zum Ettersberg zu fahren, wo die Gedenkstätte ist. Nach einem kurzen Film, der Zeitzeugen über ihre Erlebnisse im Lager sprechen lies, begann auch schon unsere Führung. Ursprünglich waren 90 Minuten für die Führung eingeplant, doch durch das große Interesse dehnten wir die gesamte Führung auf 3 Stunden aus, um auch viele Aspekte besprechen zu können. Denn jede*r der Teilnehmer*innen hatte individuelle Fragen, die von unserem Reiseführer sehr gut und geduldig beantwortet wurden. So interessierte uns, ob Buchenwald denn nur ein reines Männerlager war, ob die Geschichte von Menschen mit einer anderen sexuellen Orientierung aufgearbeitet wurde, wieso die Stadt Weimar und die umliegenden Dörfer nichts gewusst haben wollten und ob es Widerstand von den inhaftierten Menschen in der Waffenproduktion (die auch in Buchenwald stattfand) gab? Alle Fragen konnten beantwortet werden.

Buchenwald war von 1937-1945 als Konzentrationslager der Nazis geführt wurden und hatte ungefähr 266.000 Menschen inhaftiert. Mehr als 56.000 Menschen starben in Buchenwald, eine genaue Ziffer kann bis heute nicht genannt werden. Zum Vergleich, die Stadt Weimar hat aktuell etwas mehr als 63.000 Einwohner*innen.

Wir möchten uns bei der Gedenkstätte Buchenwald für die gute Führung durch das Gelände bedanken, aber auch dafür, dass sich für jede einzelne Frage Zeit genommen wurde, um möglichst breit über die Gräueltaten der Nazis in Buchenwald aufzuklären.