Anlässlich der heutigen Demonstration gegen Rot-Rot-Grün auf dem Erfurter Domplatz erklärt der Landesvorstand der GRÜNEN JUGEND Thüringen:
 
„Wir sind schockiert, welches Bild unsere Landeshauptstadt am 76. Jahrestag der Reichspogromnacht an den Rest der Bundesrepublik aussandte. Ein Gedenktag an die Diskriminierung und systematische Verfolgung der Juden durch die Nationalsozialisten im Dritten Reich und die Wiedervereinigung unseres Landes vor 25 Jahren wurde hier politisch missbraucht, um gegen ein demokratisch legitimiertes Wahlergebnis Stimmung zu machen.“
 
Die Landessprecherin der GRÜNEN JUGEND Katharina Bautz betont: „Demokratie heißt auch, Wahlergebnisse zu akzeptieren. Der Auftrag der Regierungsbildung besteht darin, Mehrheiten zu finden und hinter sich zu vereinen. Eine Mehrheit der Thüringer*innen hat am 14. September BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, die SPD und die Linke gewählt. Außerdem stimmten auch die Mitglieder der SPD für rot-rot-grüne Koalitionsverhandlungen.“
 
Johannes Vogel, Beisitzer im Landesvorstand, ergänzt: „Die freie Meinungsäußerung ist ein wichtiges Grundrecht in unserer heutigen Bundesrepublik, für das die Bürger*innen in der DDR lange gekämpft haben. Nichtsdestotrotz halten wir den Jahrestag der Reichspogromnacht für denkbar unpassend, um gemeinsam mit Rechten und Rechtsextremen mit Fackeln und Kerzen auf dem Domplatz zu demonstrieren. Dass sich rechtsextreme Gruppierungen angekündigt hatten, war vorab bekannt – der Veranstalter, CDU-Unternehmer Clarsen Ratz, nahm es somit billigend in Kauf, diesen eine Plattform für die Verbreitung ihrer menschenverachtende Ideologie zu bieten. In diesem Sinne sind wir erleichtert, dass die Kundgebung nicht unwidersprochen hingenommen, sondern von zahlreichen Erfurter*innen kritisch begleitet wurde.“