Zusammenfassung in Einfacher Sprache:

Cannabis ist eine Droge.

Cannabis ist in Deutschland meistens verboten.

Menschen die Cannabis haben oder verkaufen oder kaufen tun etwas Verbotenens.

Das bedeutet, sie können dafür bestraft werden.

Die GRÜNE JUGEND Thüringen will: Cannabis soll nicht mehr verboten sein.

Das sind unsere Gründe dafür:

Wenn Cannabis erlaubt ist, ist es weniger gefährlich für die Gesundheit.

Weil alle Menschen offen über Cannabis reden können.

Viele Menschen rauchen Cannabis.

Obwohl es nicht erlaubt ist.

Wenn Cannabis erlaubt wäre, müssen die Menschen keine Angst mehr haben bestraft
zu werden.

Die Pflanze Cannabis ist nicht nur eine Droge.

Man kann sie zum Beispiel benutzen um Häuser zu bauen.

Das finden wir gut und das sollte einfacher möglich sein.

Es gibt auch andere Drogen außer Cannabis.

Wir wollen, dass auch andere Drogen erlaubt sind.

 

Cannabiskonsum ist längst Realität unter Jugendlichen. 2019 hatte in Deutschland jede*r Zehnte im Alter von 12-17 Jahren und fast jede*r Zweite zwischen 18-25 Jahren schon mindestens einmal Cannabis konsumiert, etwa 8% aller 18-25 Jährigen konsumierten regelmäßig Cannabis. (BzGA). Die Cannabis-Verbotspolitik ist offensichtlich gescheitert und verfehlt ihre Ziele. Denn eine gute Drogenpolitik sollte Menschen nicht stigmatisieren und kriminalisieren, sondern aufklären und schützen.

Während Cannabis kriminalisiert und dämonisiert wird, wird Alkohol, als gefährliche Droge, die vielfach Unfälle, Krankheiten und Sucht verursacht, verharmlost.

Die GRÜNE JUGEND Thüringen fordert die vollständige Legalisierung von Cannabis, ein generelles Werbeverbot für Drogen und zeitgemäße Präventions- und Hilfsangebote.

Eine Legalisierung von Cannabis hat viele Vorteile. Unter anderem wird es dadurch erheblich einfacher über Cannabis als Droge aufzuklären. Menschen können so ohne Angst vor einer Bestrafung über die Droge sprechen und ihre Erfahrungen teilen.

Die Kriminalisierung stärkt das Tabu rund um Hanf. Menschen, die z.B. aufgrund einer Suchterkrankung Hilfe benötigen, werden stigmatisiert und ausgegrenzt. Es ist wichtig für Konsument*innen Beratungs- und Anlaufstellen bereitzustellen und auszubauen. Durch die Legalisierung können die Angebote besser angenommen werden. Dadurch können Krankheiten und Tode verhindert werden und persönliche Krisen abgefedert werden. Mögliche gesundheitliche Folgen des Konsums sowie potenzielle Suchterkrankungen können sowohl präventiv als auch kurativ durch eine Legalisierung besser medizinisch aufgefangen werden.

Die Kriminalisierung der Pflanze führt zu vielen unnötigen Prozessen, die die Gerichte und Polizei weiter überlasten. Durch eine Legalisierung können sich Polizei und Justiz endlich auf wichtige Dinge konzentrieren (z.B. rechte Strukturen (auch in den eigenen Reihen) zu zerstören).

Die Kriminalisierung des Konsums führt oft dazu, dass Menschen unnötigerweise mit kriminellen Strukturen in Kontakt kommen, was dazu führen kann, dass Menschen in Situationen geraten, aus denen sie ohne Hilfe nicht herauskommen.

Durch die unnötige Kriminalisierung von Cannabis wird der Handel vom legalen Markt ausgeschlossen und damit der Kontrolle staatlicher Stellen entzogen. Dadurch kann eine saubere, also nicht verunreinigte, Ware nicht gewährleistet werden. Das kann im schlimmsten Fall zu Gesundheitsgefährdungen führen und der Wirkstoffgehalt ist für Konsument*innen nicht nachvollziehbar.

Außerdem erleichtert eine Legalisierung die Produktion und den Vertrieb von Hanf als Medikament und den Anbau von Hanf als Nutzpflanze, die beispielsweise als Baustoff genutzt werden kann.

Eine Cannabis-Legalisierung sieht für die GRÜNE JUGEND Thüringen folgendermaßen aus: Cannabis ist im Fachgeschäft (z.B. in Apotheken) für alle erwachsenen Menschen erhältlich. Über die Risiken des Konsums wird öffentlich und in Bildungseinrichtungen aufgeklärt. Zuhause dürfen Privatpersonen zum Eigenverbrauch Pflanzen besitzen.

Eine liberale Drogenpolitik geht aber über die Legalisierung von Cannabis hinaus. Unser Ziel muss eine Drogenpolitik nach dem Vorbild Portugals sein. Eine Entkriminaliserung aller Drogen bringt einen offeneren Umgang der Gesellschaft mit den Drogen und deren gesundheitlichen Folgen mit sich. In Kombination mit Aufklärung an der Schule über die Wirkungen und Risiken verschiedener Drogen und einem umfassenden Beratungs- und Therapieangebot könnenso allen Menschen geschützte Räume und bei Bedarf Unterstützung angeboten werden. Liberale Drogenpolitik bedeutet für uns, dass erwachsene Menschen selbst entscheiden können, in welchem Umfang sie welche Drogen konsumieren wollen und eine Umgebung haben, in der sie das geschützt tun können.