Nächstes Jahr ist Landtagswahl in Thüringen. Die GRÜNE JUGEND Thüringen fordert für diese die Abschaffung des Wahlalters.

Die zurzeit wieder diskutierte Absenkung des Alters von 18 auf 16 ist ein wichtiger Schritt für mehr Jugendbeteiligung, jedoch nicht die endgültige Lösung. Wie von der Mitgliederversammlung der GRÜNEN JUGEND Thüringen 2019 beschlossen, kämpft sie für das Wahlrecht für alle – unabhängig vom Alter. So soll jeder Mensch von Geburt an das Recht haben, seine*ihre Stimme abzugeben. Bis zum vollendeten 14. Lebensjahr ist es notwendig, sich dafür selbstständig und persönlich auf der jeweiligen Behörde in das Wähler*innenregister eintragen zu lassen. Jugendliche und Kinder unter 14 dürfen außerdem nicht per Brief wählen. Dies soll eine Fremdbestimmung durch z.B. die Eltern verhindern,

Sprecherin Sara Carta dazu: „Politisch interessierte, motivierte junge Menschen sollen die Möglichkeit haben, sich aktiv in die Politik einzubringen. Dazu gehört auch ein Wahlrecht ab der Geburt. Zusätzlich zu einer stärkeren Partizipation von jungen Menschen würde eine Abschaffung des Wahlalters auch zu mehr jugendorientierter Politik führen, die die Wünsche, Probleme und Meinungen von Kindern und Jugendlichen berücksichtigt. Auch die Motivation junger Menschen, am politischen Leben teilzunehmen würde wachsen, da sie die Sicherheit hätten, dass sie durch ihre Stimme etwas bewirken können und nicht nur, wie jetzt, passiv von politischen Entscheidungen betroffen sind.“

Auch Karoline Jobst, Sprecherin, ist sich sicher: „Junge Menschen wollen sich einbringen und sind politisch interessiert. Das zeigt nicht nur Fridays For Future; In vielen Orten organisieren Jugendliche gemeinsam Projekte, äußern ihre Meinung und bringen sich ein. Das Abschaffen des Wahlalters würde endlich Menschen jeden Alters das Recht geben, aktiv über ihre Zukunft mitzubestimmen und jede Stimme im Landtag hörbar zu machen. Das wäre ein riesen Fortschritt, schließlich werden im Landtag Entscheidungen getroffen, die Kinder und Jugendliche heute und in Zukunft betreffen werden. Um dieses Ziel zu erreichen, ist die Absenkung des Wahlalters auf 16 ein erster Schritt, jedoch nur eine weitere willkürlich gewählte Grenze, die vielen Menschen die Chance zu wählen, verwehrt. Deshalb fordern wir die rot-rot-grünen Regierungsparteien, CDU und FDP auf, ihre Standpunkte zu überdenken und die entsprechende Verfassungsänderung durchführen.“