Antwort der GJTh auf die Presseanfrage der TLZ:
Als GRÜNE JUGEND Thüringen empfehlen wir den Abgeordneten des Bundestags natürlich, für die Ehe für alle zu stimmen und damit endlich die staatliche Diskriminierung gegenüber gleichgeschlechtlichen Paaren zu beenden. Als GRÜNE JUGEND haben wir uns seit langer Zeit für die Ehe für alle stark gemacht, denn wir finden, dass alle Formen von Liebe die gleichen Rechte und die gleiche Anerkennung verdienen. Die klassische, romantische Zweierbeziehung zwischen einem Mann und einer Frau betrachten wir daher nur als eine von vielen möglichen Formen des Zusammenlebens.

Aus diesem Grund setzen wir uns dafür ein, dass an die Stelle von Ehe in Zukunft der Familienvertrag tritt. Familie ist für uns da, wo Menschen Verantwortung füreinander übernehmen. In einem Familienvertrag können Erwachsene alle wichtigen rechtlichen Frage verbindlich miteinander regeln. Auch Kinder können Teil des Familienvertrages werden und bekommen so ein aktives Mitsprache- und Mitbestimmungsrecht. Die Berücksichtigung von Familienformen mit mehr als zwei sozialen Elternteilen ist dabei ein zentrales Anliegen von Patchwork- und Regenbogenfamilien.

„Die Ehe für alle ist ein großer Schritt in Richtung Gleichstellung, mit dem wir unserer Vision einer Gesellschaft, in der alle so leben können, wie sie wollen, bedeutend näher kommen. Doch zu einer wirklich offenen Gesellschaft liegt auch noch ein weiter Weg vor uns. Deshalb werden wir uns als GRÜNE JUGEND Thüringen weiterhin gegen Homo- und Trans*feindlichkeit einsetzen und für geschlechtliche, sexuelle und romantische Selbstbestimmung kämpfen. So ist z.B. eine Reform des Transsexuellengesetzes und damit ein Ende der Fremdbestimmung über Trans* dringend notwendig. Außerdem sollen schwule und bisexuelle Männer endlich das Recht haben, Blut zu spenden. Es bleibt also viel zu tun!“ so Laura Wahl, frauen-, inter-, trans- und genderpolitische Sprecher der GRÜNEN JUGEND Thüringen.