Unsere Aktion #GrenzenlosGlücklich zeigt Wirkung! 😉

In Thüringen gelten seit Jahresbeginn zehn Gramm Cannabis als geringe Menge bei der Bewertung eines Betäubungsmitteldeliktes. Bisher waren es sechs Gramm gewesen. Das bedeutet, dass die Staatsanwaltschaft Ermittlungsverfahren grundsätzlich einstellen wird, wenn eine Person mit weniger als 10g erwischt wird und das Cannabis nur zum Eigengebrauch bestimmt ist. Damit ist ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg zur Entkriminalisierung von Cannabis-Konsument*innen getan.

Die Prohibitionspolitik – also der Versuch, Drogen mit Verboten beizukommen – ist eindeutig gescheitert. Konsument*innen ist nicht geholfen, noch hält es sie vom Konsum ab, wenn sie in die Illegalität gedrängt werden. Deshalb ist eine Liberalisierung des Betäubungsmittelgesetzes auf Bundesebene bis hin zur Legalisierung von Cannabis dringend nötig. Nur so ist ein wirkungsvoller Jugend- und Verbraucher*innenschutz möglich.

Zwei wichtige Maßnahmen, die bereits jetzt auf Landesebene umgesetzt werden können, sind:

  1. Eigenanbau erlauben und
  2. Drugchecking-Projekte: Das Gefährliche an vielen Rauschmitteln ist – bei einem verantwortungsvollen Konsum! – nicht die Droge selbst, sondern Streckmittel und Schadstoffe, die daruntergemischt werden. Konsument*innen haben zurzeit jedoch keinerlei Möglichkeit, die Reinheit ihres Grases überprüfen zu lassen. Für den Schutz von Konsument*innen ist der Start von Drugchecking-Projekten in Thüringen deshalb dringend notwendig.

Die Erhöhung der Freimenge auf 10g ist ein guter Schritt. Langfristig setzen wir uns jedoch für die Abschaffung aller Freigrenzen für Betäubungsmittel ein. Wir werden weiter für die Legalisierung kämpfen!

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Für 2017 haben unsere Mitglieder politische Neujahrswünsche formuliert – konkrete Forderungen an die rot-rot-grüne Landesregierung und langfristige politische Ideale.

Es gibt viele Baustellen, die wir 2017 angehen wollen. In den nächsten Tagen könnt ihr in den Social Media unter dem Hashtag #GrenzenlosGlücklich und auf dieser Seite verfolgen, welche davon jungen Menschen besonders wichtig sind. Es gibt noch viele Grenzen auf dieser Welt, aber gemeinsam werden wir uns politisch dafür einsetzen, einige davon 2017 zu überwinden.