Umweltprobleme machen nicht an Grenzen halt: Die Verschmutzung des Rheins durch einen oberen Anrainerstaat hat Auswirkungen auf die Wasserqualität in unteren Anrainerstaaten, die Atomreaktorkatastrophe in Tschernobyl hat Strahlung freigesetzt, die nicht nur Menschen in der Ukraine betrifft und Wetterextreme aufgrund der Erderwärmung sind weltweit zu spüren. Oftmals leiden dabei die Menschen am stärksten, die  am wenigsten für die Probleme können. Jede*r trägt damit eine Verantwortung, diese Probleme so weit es geht zu beschränken und ihnen entgegenzuwirken. Deshalb muss auch die Thüringer Landesregierung Nachhaltigkeit und Umweltschutz weiter fördern!

Dazu gehört beispielsweise der Schutz der Wälder. Der Waldzustandsbericht 2016 zeigt auf, wie kritisch die momentane Lage der Wälder ist und wie stark sie sich in den letzten Jahren verschlimmert hat: In Jahr 2016 waren demnach nur noch 20% der Bäume in Thüringen gesund und der Anteil deutlich geschädigter Laub- und Nadelbäume nimmt seit 2002 kontinuierlich zu. Dies ist auch in Hinsicht auf die Tiere besorgniserregend, die im Wald ihren Lebensraum haben. Deshalb fordern wir einen aktiveren Waldschutz von der Landesregierung!

Dies kann auch durch ein Klimaschutzgesetz unterstützt werden. Bereits seit Anfang 2014 liegt dem Landtag ein Gesetzentwurf der Grünen vor. Es ist nun dringend nötig, dass dieses endlich verabschiedet wird, damit eine Dekarbonisierung und damit eine Reduktion der Treibhausgase verbindlich gemacht wird. Ohne ein solches Gesetz werden die Ziele der Landesregierung, die im Koalitionsvertrag genannt werden, nicht erreicht werden können. Zu diesen langfristigen Zielen gehört beispielsweise die energetische Selbstversorgung Thüringens aus regenerativen Energiequellen bis 2040.