Der Mitte-Ost-Kongress der GRÜNEN JUGEND fand in diesem Jahr vom 14.-16. Oktober in Jena statt. Zum Thema „Postwachstum und Divestment“ kamen viele Mitglieder der GRÜNEN JUGEND aus den Landesverbänden Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zusammen. Dabei wurde sowohl über die bestehenden Probleme in den Bereichen Postwachstum und Divestment diskutiert und nach konkreten Lösungsansätzen gesucht. Unter anderem wurden die Theorie des „Vollgelds“ und eine feministische Ökonomiekritik vorgestellt und überlegt, wie Divestment praktisch funktionieren kann. Der Getränkehersteller Premium-Cola war ebenfalls vertreten. In einer spannenden Fish-Bowl-Diskussion wurden herkömmliche Unternehmenskonzepte mit dem alternativen Ansatz von Premium-Cola verglichen.

 

Laura Wahl, Landessprecherin der GJ Thüringen, erklärt dazu: „Es ist klar, dass Wachstum begrenzt ist, weil es die natürlichen Ressourcen sind. Wir alle müssen unser Konsumverhalten kritisch hinterfragen. Für uns ist klar, dass wir die Mär des unendlichen Wachstums durch eine ökologisch nachhaltige Gesellschaft ersetzen müssen.“

 

Postwachstum zielt auf eine Reduktion des Konsum- und Produktionswachstums. Damit soll einem Wirtschaftswachstum begegnet werden, das als sozial, ökologisch oder politisch schädlich wahrgenommen wird. Postwachstum ist damit das Gegenkonzept zu Wachstum, welches Umwelt und Ressourcen überlastet.

 

Ein besonderes Highlight war die Diskussion zum „NSU“. Die Landtagsabgeordneten Madeleine Henfling und Valentin Lippmann berichteten aus den NSU-Untersuchungsausschüssen in Thüringen und Sachsen. Sie gaben einen umfassenden Überblick über die bisherigen Erkenntnisse und die Arbeitsweise in den Untersuchungsausschüssen. Wir bedanken uns herzlichst bei Madeleine Henfling und Valentin Lippmann sowie allen anderen Referent*innen und Organisator*innen für diesen erfolgreichen Mitte-Ost-Kongress.