Am 24. September waren die Grüne Jugend Erfurt und die Grüne Jugend Jena an den Ufern von Gera und Saale unterwegs, um die Uferbereiche und die Flüsse selber von dem dort vorhandenen Müll zu befreien. Dabei wurden wieder einmal viele Kuriositäten zu Tage befördert. Im Folgenden stehen beide Berichte:

GRÜNE JUGEND Erfurt

Am Samstagnachmittag veranstalteten wir unseren jährlichen Flussputz am Boyneburgufer. Das Wetter spielte gut mit, es war trocken und die Sonne schien. Wir waren schnell eine große Truppe Freiwilliger und machten die Ufer unsicher. Neben dem „erwartbaren“ Müll aus Verpackungen und Glas die unachtsam in der Uferböschung entsorgt worden waren, entdeckten wir im Flutgraben allerhand Kurioses: unzählige Autoreifen, Paletten, alten Metallschrott, Verkehrsschilder und ein Fahrrad. Auch die Menge war enorm, so dass wir am Ende tatsächlich den großen Container fast komplett gefüllt hatten. Besonderer Dank gilt dem italienischen Restaurant am Flußgraben, das den Helfer*innen spontan eine Portion Pasta spendiert hat.

Grüne Jugend Jena

Der Sommer neigt sich dem Ende und zurück bleibt in den Grünflächen und Gewässern eine Menge vom Menschen hinterlassenen Unrat. Dies haben wir, die Grüne Jugend Jena, als Anlass gesehen, einen Saaleputz zu organisieren. Mit Müllsäcken, Gummistiefeln und einem von der Stadt bereit gestellten Container machten wir uns auf, die Saale und ihr Ufergebiet vom Müll zu befreien.
Die Aktion war eine voller Erfolg. Der Container wurde bis zum Rand gefüllt. Neben Flaschen und anderem Verpackungsmaterial holten wir auch Straßenschilder und Räder aus dem Fluss. Tatkräftig unterstützt wurden wir dabei von Mitgliedern der Naturschutzjugend, bei denen wir uns an dieser Stelle noch einmal bedanken wollen.
Uns als grünem Verband ging es auch darum, dass mit der Aktion keine Gefahr von einer Störung für die im Ufergebiet lebenden Tiere ausgeht. Daher wählten wir bewusst einen Termin Ende September, wo die Brutzeiten von am Fluss lebenden Vögeln vorbei ist.

 

Für uns als Verband ergeben sich aus diesen Berichten einige Konsequenzen und Forderungen:

-Der Flussputz hat wieder einmal gezeigt, dass viel Verpackungsmüll nach dem Benutzen einfach in die Natur geworfen wird. Dies erfordert ein Umdenken in der Zivilgesellschaft. Viele Tiere können sich an Verpackungsmüll und Glasscherben verletzen und auch für Menschen ist dies nicht ungefährlich. Daher fordern wir auch die Installation von deutlich mehr Mülleimern, insbesondere in naturnahen Lebensräumen, die im Sommer von vielen Menschen für Freizeitaktivitäten genutzt
werden.

-Auch viele ungewöhnliche Fundstücke wie Fahrräder und Verkehrsschilder zeigen deutlich zwei Forderungen auf: Zum Einen muss das Angebot zur Entsorgung von Nicht-Haushalts-Müll deutlich verbessert werden, zum Anderen fordern wir aber auch die verstärkte Verfolgung von nicht sachgemäßer Entsorgung, insbesondere in Flüssen und Parks, die Tieren als Lebensräume
dienen.

-Letztendlich braucht es ein grundsätzliches Überdenken unserer Wegwerfmentalität. Die Existenz so vieler Verpackungen trägt hier auch dazu bei, dass eben so viel Verpackungsmüll entsteht. Daher fordern wir nachdrücklich die Förderung verpackungsarmer oder -freier Alternativen, wie sie beispielsweise in Unverpackt-Läden existieren.

Die Grüne Jugend bedankt sich abschließend noch einmal bei allen Helfer*innen. Wir hoffen, im nächsten Jahr deutlich weniger Arbeit bei unseren Flussputzen zu haben.