Die Zahl der überlassenen Arbeitnehmer*innen stieg zuletzt auf 961.000 Menschen, davon 33.609 in Thüringen. Damit hat die Zahl der sog. Leiharbeiter*innen in Deutschland ein neues Rekordhoch erreicht.

1. Fast zwei Drittel von ihnen erzielen ein Einkommen von weniger als 1.970 € und liegen damit unter der Niedriglohnschwelle für einen Vollzeitjob. 5 % der überlassenen Arbeitnehmer*innen sind auf ergänzende Hartz-IV-Leistungen angewiesen.

2. Rund 50 % der Arbeitsverhältnisse in der Arbeitnehmer*innenüberlassung dauern weniger als drei Monate. Dem gegenüber bestehen Arbeitsverhältnisse in Deutschland im Schnitt hingegen 10 Jahre.

3. Jeder dritte Mensch, der aus einem Arbeitsverhältnis direkt in die Grundsicherung rutscht, war vorher Leiharbeitnehmer*in.

4. Thüringen hat bezogen auf die Zahl der Beschäftigten den höchsten Anteil an Leiharbeiter*innen eines Flächenlandes. Während es in Thüringen 3,8 % sind, liegt der Bundesschnitt bei 2,6 %.

5. Arbeitnehmer*innenüberlassung trifft überwiegend junge Menschen, 63 % der Leiharbeiter*innen sind jünger als 40 Jahre.

6. Nur 7 % der überlassenen Arbeitnehmer*innen werden vom Einsatzbetrieb in ein reguläres Beschäftigungsverhältnis übernommen.

7. Unsicherheit in der Beschäftigung belastet die Gesundheit von Leiharbeiter*innen, sie sind im Schnitt rund ein Drittel länger arbeitsunfähig und weisen eine höhere Zahl psychischer Erkrankungen auf.

8. Neben der Zahl der überlassenen Arbeitnehmer*innen ist auch die Zahl der Zeitarbeitsfirmen in Thüringen auf 1.200 gestiegen.

Quellen:
https://www.taz.de/!5334558/
http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/arbeitswelt/kein-job-fuers-ganze-leben-juengere-wechseln-ihren-arbeitgeber-rasch-12810272.html
http://www.mdr.de/thueringen/leiharbeiter-thueringen-100.html
https://www.igmetall.de/docs_0185153_Schwarzbuch_Leiharbeit_a8b2e46fc8b24fba94ed7d17f6c6ef8b3df44a82.pdf(Schwarzbuch Leiharbeit)

#mofas