Coming-Out – und dann…?! ist ein DJI-Forschungsprojekt zur Lebenssituation von lesbischen, schwulen, bisexuellen und  trans* (LSBT*) Jugendlichen und jungen Erwachsenen. In einer Online-Erhebung gaben über 5.000 LSBT*-Jugendliche Auskunft über ihre Empfindungen und Erfahrungen.

Für Menschen, die nicht der sogenannten Mehrheitsgesellschaft angehören, spielt die Auseinandersetzung mit Diskriminierungserfahrungen eine bedeutende Rolle. Insgesamt berichten acht von zehn der befragten Jugendlichen (82%), mindestens einmal Diskriminierung aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität erlebt zu haben. Trans* und gender*diverse Jugendliche sind dabei noch häufiger von Diskriminierung betroffen als lesbische, schwule, bisexuelle oder orientierungs*diverse Jugendliche. Die Empfindung der einzelnen Person ist dabei der Maßstab für das Diskriminierungserleben.

Die Öffentlichkeit (z. B. Bus, Straße, Schwimmbad, Supermarkt) ist ausgehend von den Aussagen der Jugendlichen der Raum, an dem sie am häufigsten Diskriminierung erleben. Mehr als ein Drittel der lesbischen, schwulen, bisexuellen und orientierungs*diversen Jugendlichen (38%) beschreibt, hier Diskriminierung erfahren zu haben. Bei trans* und gender*diversen Jugendlichen ist es die Hälfte der Teilnehmer_innen (50%).

Jugendliche in Großstädten erleben Diskriminierung in der Öffentlichkeit am häufigsten. Jede_r dritte Jugendliche gibt an, in der Öffentlichkeit wegen der eigenen sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität sexuell belästigt oder beleidigt worden zu sein, bei den trans*weiblichen Jugendlichen (Mädchen, die mit männlichen Körpermerkmalen als „Junge“ geboren wurden) sogar jede Zweite.

 

Quelle: Deutsches Jugend Institut
Die ausführliche Studie findet sich hier:

http://www.dji.de/fileadmin/user_upload/bibs2015/DJI_Broschuere_ComingOut.pdf

Bild: CC0 Public Domain

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