Schon seit Jahren sind gravierende Missstände auf dem Schweinezuchtbetrieb Gut Thiemendorf bekannt. Trotzdem hat es bisher keine bedeutenden Verbesserungen in der Tierhaltung gegeben und die Tiere leiden immer noch unter unerträglichen Haltungsbedingungen.

Dazu erklärt Laura Wahl, Landessprecherin der GJ Thüringen: „Die im RTL-Bericht geschilderten Zustände sind ein Skandal! Dass z.B. viele Kastenstände viel zu klein sind, ist dank Animal Rights Watch schon seit 2013 bekannt, trotzdem ist bisher nichts passiert. Wir fordern die zuständige Staatsanwaltschaft auf, die Ermittlungen mit Nachdruck zu verfolgen. Wenn sich die Vorwürfe bestätigen sollten, muss ein Entzug der Betriebserlaubnis erfolgen. Es kann nicht sein, dass für die Produktion von Billigfleisch jegliches Tierwohl missachtet wird – wie in der Schweinzuchtfarm von Per und Aksel Kirketerp augenscheinlich geschehen.“

Landessprecher Jonas Graeber ergänzt: „Die Haltung von Nutztieren muss sich an den arteigenen, natürlichen Bedürfnissen einer Tierart und damit am Tierwohl orientieren. Deshalb fordern wir als Grüne Jugend Thüringen, dass den Tieren immer genug Platz gegeben wird, sodass sie sich bewegen können, ohne sich und andere zu verletzen. Auf dem Gut Thiemendorf wurden teilweise Ferkel nach der Geburt von ihrer Mutter erdrückt, weil nicht genug Fläche zur Verfügung stand. Das ist unerträglich! Auch fordern wir eine Abschaffung der Spaltböden und dass die Tiere endlich genug Auslaufmöglichkeiten und Weidegang haben. Nur so kann ein qualvolles Leben der Schweine verhindert werden.“