Laura Wahl, frauen*, inter- trans- und genderpolitische Sprecherin der Grünen Jugend Thüringen erklärt anlässliche des CSD in Weimar:

„Queere Menschen sind heute in Deutschland immer noch in vielen Bereichen Diskriminierung ausgesetzt. Wie die Studie „Comingout und dann…?!“ gezeigt hat, haben es junge queere Menschen, d.h.  lesbische, schwule, bi-, trans und intergeschlechtliche (LSBTI) Jugendliche nach wie vor besonders schwer.

Ob im Elternhaus oder in der Schule – Diskriminierungserfahrungen gehören für sie zum Alltag. So gaben z.B.  96% der Trans-Befragten in der Studie an, Diskriminierung aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und/oder geschlechtlichen Zugehörigkeit erlebt zu haben. Gerade inter* und trans* Jugendlichen fehlt es dabei an öffentlichen gesellschaftlichen Vorbildern. Aber auch lesbische und bisexuelle Mädchen müssen in ihrem Coming-out Prozess nahezu ohne Vorbilder leben. Verbände und psychosoziale Beratungsstellen weisen schon seit Jahrzehnten auf das Phänomen hin: Lesbische Mädchen und Frauen sind gesellschaftlich und medial oft bis zur Unsichtbarkeit marginalisiert.

Die Lösung kann deshalb nur eine Gesellschaft sein, in der ALLE Menschen, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder Identität die gleichen Chancen und Rechte haben.“

Als GRÜNE JUGEND Thüringen rufen wir zur Teilnahme am CSD in Weimar auf, wo sich am Samstag viele Menschen für gleiche Rechte und Akzeptanz einsetzen und Vielfalt leben werden.