Am 1. Mai beteiligte sich die GRÜNE JUGEND Thüringen an lauten, bunten Protesten in Erfurt, auf denen für mehr Gerechtigkeit und fairere Arbeitsbedingungen gekämpft wurde, aber auch ein lautes und deutliches Zeichen gegen die Nazis gesetzt wurde, welche ebenfalls Demonstrationen angemeldet hatten.

 

Dazu Laura Wahl, Sprecherin der GJ Thüringen: „Wir können es nicht zulassen, dass Nazis den 1. Mai für sich instrumentalisieren. Insbesondere dem breiten Bündnis an Jugendorganisationen ist es zu verdanken, dass den Nazis konsequent und laut widersprochen wurde.“

 

An verschiedenen Stellen kam es zu Konfrontationen von Nazis und Gegendemonstrant*innen, in der Regel auseinandergehalten von Polizist*innen und Polizeifahrzeugen.

 

Daher sagt Jonas Graeber, Sprecher der GJ Thüringen:
„Mit Unverständnis nahmen wir die „Taktik“ der Polizei an der Ecke Juri-Gagrin-Ring/ Bahnhofstraße gegen Ende der Demonstration zur Kenntnis. Der Abzug der die Demonstrant*innen trennenden Fahrzeuge führte dazu, dass sich die Stimmung aufheizte, da Nazis und Gegendemonstrant*innen nun nur von einer Polizist*innenkette getrennt waren.“ In der Folge kam es zu schweren Übergriffen durch Nazis, so wurden Böller und Flaschen geworfen. Jonas Graeber: „Wir kritisieren das Vorgehen der Polizei ausdrücklich, hier wurde ein Gewaltausbruch durch das Handeln der Polizei begünstigt.“

 

Welche Konsequenzen die Ereignisse haben, wird abzuwarten sein. „Wir erwarten, dass die begangenen Straftaten konsequent verfolgt werden, aber auch, dass die Polizei in Zukunft für die Sicherheit aller Demonstrant*innen sorgen kann. Für uns ist dies nur Motivation, uns weiterhin laut, bunt und friedlich zur Wehr zu setzen“, so Wahl.