Die GRÜNE JUGEND Thüringen fordert den Ministerpräsidenten auf, seinen Worten Taten folgen zu lassen. Am 25. März hatte dieser angekündigt, 2000 Flüchtende aus Idomeni nach Thüringen zu holen.

Dazu Laura Wahl, Sprecherin der GJ Thüringen: „In Idomeni sitzen immer noch mehr als 10 000 Menschen unter menschenunwürdigen Bedingungen fest, während wir hier in Thüringen leere Erstaufnahmeeinrichtungen haben – ein unerträglicher Zustand!“

Jonas Graeber ergänzt: „Die Entscheidung des Thüringer Verfassungsgerichtes vom Mittwoch hat die rot-rot-grüne Landesregierung in ihrem Kurs einer menschenrechtsorientierten Asylpolitik bestätigt. Wir fordern die Landesregierung auf, sich für eine humane Asylrechtspolitik auch auf Bundesebene stark zu machen, und eine Bundesratsinitiative zu starten, um Flüchtende aus den Camps im griechisch-mazedonischen Grenzraum direkt auf legale Weise nach Deutschland bringen zu können.“

Laura Wahl hat im März diesen Jahres selbst zwei Wochen in Idomeni als ehrenamtliche Helferin Flüchtende unterstützt und kennt die Zustände vor Ort: „Die Menschen müssen unter schwierigsten Bedingungen in Idomeni ausharren – ohne ausreichende Versorgung und unter katastrophalen hygienischen Bedingungen – und das seit mittlerweile vielen Wochen.“

Weiter sagte sie: „Ich habe in Idomeni eine syrische Familie kennen gelernt und sehr ins Herz geschlossen, deren Ziel Erfurt ist. Mein größter Wunsch ist es, diese Familie bald hier in Erfurt begrüßen und in Sicherheit wissen zu können.“

 

Hintergrund:

Laut einem Bericht der TLZ vom 13. April 2016 wird die Erstaufnahmeeinrichtung in Mühlhausen vorübergehend geschlossen, obwohl immer noch tausende von Menschen auf der Flucht sind und auf ein Leben in Sicherheit in Deutschland hoffen.