Am vergangenen Sonntag nahmen über 20 Mitglieder der Grünen Jugend Thüringen an der 3. Landesmitgliederversammlung 2015 in Erfurt teil. Im Wahlkreisbüro von Dirk Adams debattierten zu Beginn der Veranstaltung Rainer Wernicke, Sprecher von BÜNDNIS 90/Die Grünen Thüringen und Sebastian Weise, Sprecher der Grünen Jugend Thüringen über das erste Jahr der rot-rot-grünen Landesregierung. Die Mitglieder hatten so die Chance den neu gewählten Sprecher Rainer Wernicke kennenzulernen, aber auch Fragen über die grüne Regierungsbeteiligung loszuwerden. Zentraler Kritikpunkt der Teilnehmenden war die Haltung der Grünen Thüringen zu den Asylrechtsverschärfungen und die Aufhebung des Winterabschiebestopps durch die rot-rot-grüne Landesregierung.
Auch die Diskriminierung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, inter, trans und queer (LSBTTIQ) Geflüchteten in den Geflüchtetenunterkünften wurde debattiert. „In den Thüringer Medien spielt die Diskriminierung von LSBTTIQ-Geflüchteten kaum eine Rolle. Wir fordern das Migrationsministerium auf, durch Informations- und Beratungsstellen, durch Konflikt- und Gewaltprävention und eine stärkere Zusammenarbeit mit der LSBTTIQ- Community in Thüringen, diese Diskriminierung und Gewalt entgegenzuwirken und dadurch die Sicherheit von LSBTTIQ- Geflüchteten zu gewährleisten“, sagte Sebastian Weise, Sprecher der Grünen Jugend Thüringen. 
Jedoch stand nicht nur die Geflüchtetenpolitik im Fokus der Debatten, sondern auch die Jugendpolitik der Landesregierung. Hier fordert die Grüne Jugend eine umfangreiche Reform der Förderrichtlinie für Jugendorganisationen. 
Auch wurde der erst kürzlich vergangene Besuch in der Jugendarrestanstalt Arnstadt thematisiert und so ein Beschluss ins Rollen gebracht, der sich für die Bereitstellung von Pädagog*innen einsetzt, um den Jugendlichen ein schulähnliches Angebot bieten zu können. „Die Jugendlichen sollten nicht mit dem Entzug von Bildung bestraft werden“, begründete die Sprecherin der Grünen Jugend Thüringen, Katharina Bautz. 
Zu  den weiteren Gästen und Redner*innen zählten Dr. Frank Augsten, Vertreter*innen der Grünen Jugend aus  Sachsen-Anhalt und Sachsen sowie der Jungen Europäischen Förderation Thüringen.
 
Die GRÜNE JUGEND Thüringen sprach sich ebenso für eine Verbesserung der Lehrer*innengesundheit aus und beschäftigte sich mit der Atommüllendlagerung in Thüringen. 
Die Beschlüsse der dritten Landesmitgliederversammlung 2015 werden in den kommenden Tagen auf dieser Homepage einsehbar sein. 
Bilder gibt es hier.