Am 17.08 rief das rechte Bündnis Thügida am Todestag des Naziverbrechers Rudolf Heß zu Demonstrationen gegen geflüchtete Menschen in Thüringen auf. Die Grüne Jugend Thüringen stellte sich diesen Demonstrationen in Eisenber, Erfurt und Suhl entgegen. In Nordhausen stellten sich Bürger*innen den Nazis entgegen.

Erfurt

Die GJ Erfurt stand gemeinsam mit einem breiten Bündnis aus Bürger*innen, Parteien und Initiativen (Ca. 100 Person) einem kläglichen Haufen von Nazis gegenüber (Ca.60), dem sie lautstark zeigten, das ihre menschenverachtenden Parolen hier keinen Platz haben.  Nicht nur unser lautstarker Protest zeigte, dass sie nciht willkommen sind, sondern auch Sitzblockaden. Mehre Sitzblockaden wurden von der Polizei jedoch geräumt, sodass der rechte klägliche Haufen seine geplante Route ablaufen konnte. Von Gewalttätigkeiten ist uns, der GJ Erfurt, nichts bekannt geworden. Ebenso war unser Schatzmeister Holger Liersch dabei und unterstütze die GJ Erfurt.

Eisenberg

Die Grüne Jugend Jena beteiligte sich ebenso wie die Anwohner*innen Eisenbergs, andere Parteien und Initiativen an den geplanten Anti-Nazi-Demos in Eisenberg. Auch hier gab es Blockaden und einige Menschen bleiben vor der Erstaufnahmestelle in Eisenberg, um diese zu schützen insofern Nazis aufgekreuzt wäre. Es ist noch immer bedenklich, dass die geflüchteten Menschen das Recht auf Sicherheit und Ruhe nicht zugestanden wird, wenn Nazis vor eine Erstunterkunft oder andere Unterbringungen ziehen wollen. Selbiges kritisieren wir auch in Suhl.Unsere Sprecherin Katharina war mit vor Ort, um der braunen Hetzerei entgegen zu treten.

Suhl

Neben Erfurt, Eisenberg und Nordhausen durfte Thügida auch in Suhl ihre Demonstration durchführen, da das Oberverwaltungsgericht den Einspruch der Stadt, die Route nicht über den Friedensberg führen zu lassen, abwies.
Somit standen gegen 21 Uhr die Rechten, Männer, Frauen, Kinder, vor der Einfahrt zu den Häusern, in denen momentan 1600 geflüchtete Menschen untergebracht sind und hielten ihre Kundgebung ab. Der Versuch, sich in dürftigem Englisch direkt an die geflüchteten Menschen zu wenden, brachte den Rechten selbst unterdrücktes Gelächter seitens der Polizei ein. Zwischen der Antifa und anderen Bündnissen gegen Rechts fanden sich auch viele Geflüchtete, die uns unterstützt haben. Am Besten kamen die Sprechchöre und die „Refugees welcome“-Plakate an, die sie nach dem Ende der Gegendemo noch fröhlich mit sich herumtrugen. Auch unsere GJ-Fahne mit dem Igel, der das Nazi-Symbol zerstört, kam sehr gut an und überall schalten uns herzliche Dankesrufe entgegen. In Suhl war unsere politische Geschäftsführerin Christina Wendt und unser Sprecher Sebastian Weise vor Ort.