Junge Union baut sich ihre Welt, wie sie ihnen gefällt

Die Religionsfreiheit ist nicht nur im deutschem Grundgesetz verankert, sondern auch ein Menschenrecht. Diese gilt es als demokratisches Gut zu wahren. „Wer aber nun meint, dass die 7.000 Muslim*innen in Thüringen zwar zum Freistaat gehören, aber nicht deren Religion, widerspricht diesem Grundgesetz. Daher gehört nicht nur der Islam zu Thüringen, sondern jede Glaubensrichtung“, führt Katharina Bautz, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Thüringen, den Gedanken weiter aus. „Außerdem schürt Stefan Gruhner als Landesvorsitzender der Jungen Union Thüringen und Landtagsabgeordneter Ressentiments gegenüber Muslim*innen, wenn er ihnen pauschalisierend demokratische Grundwerte wie Toleranz gegenüber anderen Religionen oder die Gleichberechtigung von Mann und Frau abspricht. Dennoch versucht er sich von SÜGIDA abzugrenzen, obwohl gerade solche Aussagen dieser Verbindung in die Hände spielt“, ergänzt Sebastian Weise, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Thüringen.

Welche Doppelmoral die Junge Union Thüringen und besonders Stefan Gruhner hat, beweist er damit, dass er für Toleranz gegenüber anderen Religionen werben will, es aber selbst nicht ist. Denn solch eine Argumentation geht an der Wirklichkeit der Debatte vorbei und zeigt wie weltfremd die Junge Union ist.

Es bleibt also die Frage: Wie sich Muslim*innen und Menschen aller Glaubensrichtungen in Thüringen willkommen fühlen sollen, wenn ihre Religion als nicht zugehörig angesehen wird? Denn keine Religion, ob sie historisch lange in Thüringen vertreten ist oder nicht, darf über eine andere gestellt werden!