Mit einer kleinen Reihe von Interviews möchten wir euch die einzelnen Menschen im Landesvorstand und ihre Aufgaben näher vorstellen. Wir beginnen mit unserem Schatzmeister Johannes Brink. Anneke, Ann-Kathrin und Martin folgen in den nächsten Wochen.

Hallo Johannes! Gab es für dich einen besonderen Grund der GRÜNEN JUGEND Thüringen beizutreten?

Einen wirklich besonderen Grund gab es nicht. Mir hat irgendwann das Engagement gegen Rechts nicht mehr ausgereicht. Dann habe ich mir die Grundsatzprogramme der Parteien angeschaut und gemerkt, dass mir die Grünen am nächsten sind und bin darüber zur GRÜNEN JUGEND gekommen.
Wie sieht eine typische Woche eines Schatzmeisters aus?
Die typischen Aufgaben als Schatzmeister sind nicht unbedingt spannend. Es gilt Rechnungen zu bezahlen und Fahrtkostenabrechnungen zu bearbeiten. Eine besondere Arbeit ist es auch immer den Jahresabschluss zu machen. Spaß macht die Haushaltsplanung, denn hier geht es darum, wofür wir Geld ausgeben wollen und damit auch um inhaltliche Schwerpunkte und Prioritäten. Typischerweise bin ich einmal in der Woche in Erfurt. Hier ist nicht nur unsere Landesgeschäftsstelle, wo z.B. Rechnungen ankommen, sondern auch die Sparkasse, bei der wir unser Konto haben, sondern auch die Thüringer Staatskanzlei, die sich um die finanzielle Förderung der politischen Jugendverbände kümmert.
Du kandidierst ja im Saale-Orla-Kreis für den Kreistag. Für welche Themen möchtest du dich konkret stark machen, falls du gewählt wirst?
Ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt ist die Haushaltspolitik. Sie ist zwar manchmal sehr trocken, aber durch eine solide Haushaltspolitik lassen sich Dinge ermöglichen. Gerade bei dem Stand der Schulden in meinem Kreis ist es wichtig Geld für zukünftige Investitionen parat zu haben. Auch das Thema Umweltschutz ist für mich von hoher Bedeutung. Mit ihm verknüpft die Energiewende, die gerade für einen Flächenkreis wie den Saale-Orla Kreis viele Chancen bietet. In der Bildungspolitik gilt es dafür zu sorgen, dass der Kreis auf den demografischen Wandel vorbereitet ist.
Warum möchtest du ausgerechnet Kommunalpolitik machen? Ist das nicht langweilig?
Auch wenn auf kommunaler Ebene keine Gesetzte beschlossen werden ist es ganz und gar nicht langweilig. Hier sind die Entscheidungen auch noch weitaus greifbarer. Welche Schule wird geschlossen, kommt eine Ortsumgehung oder die Aufstellung eines Flächennutzungsplans wirken weit schneller auf die Menschen.
Welchen Hobbies gehst du neben der GRÜNEN JUGEND nach?
Neben der Grünen Jugend bin ich noch bei der Evangelischen Jugend, die ich die nächsten sechs Jahre in der Kreissynode vertreten darf, aktiv. Nebenbei gehe ich gerne schwimmen, fahre Fahrrad und jogge gelegentlich.
Das Interview führte unser Webredakteur David Krystof.