Anlässlich der bevorstehenden finanziellen Kürzungen und der Streichung von Lehr- und Arbeitsplätzen an der Friedrich-Schiller-Universität Jena fordert die GRÜNE JUGEND Thüringen mehr Förderung für das Bildungswesen. „Wer an Bildung spart, spart immer am falschen Ende“, so die Landessprecherin der GRÜNEN JUGEND, Eva Pfannerstill. „Der Freistaat hat die Ausgaben für Hochschulen in den letzten Jahren de facto immer weiter gesenkt. Diesen Trend gilt es zu stoppen und umzukehren!“

In Jena sollen unter anderem das Institut für Bildung und Kultur, Studiengänge von Neurobiologie über Kommunikationspsychologie bis zu Sportmedizin und viele mehr gestrichen werden. Andere Fächer und Lehrbereiche, darunter Jura und Psychologie, sollen mit weniger Personal und Geld neubesetzt werden, ebenso wie das Verwaltungswesen.

„Wir kritisieren, dass die Thüringer Hochschulen vom Kultusministerium durch dessen Einsparungsforderungen unter Druck gesetzt werden. Zudem ist an der Universität Jena der 22. November als Stichtag sehr kurzfristig gewählt, sodass eine nachvollziehbare Entscheidung unter Einbeziehung aller Beteiligten nahezu unmöglich gemacht wurde. Hier ist viel mehr Transparenz nötig!“, so Bendix Offensand, Landessprecher der GRÜNEN JUGEND Thüringen, „Universitäten und Hochschulen festigen nicht nur die wirtschaftlichen Standorte, sie wirken durch ihre Attraktivität für junge Leute auch dem demographischen Wandel vor Ort entgegen. Thüringen braucht diesen akademischen Nachwuchs, um auch weiterhin zukunftsfähig zu bleiben. Ein Qualitätsverlust des Thüringer Bildungswesens ist nicht hinzunehmen! Deshalb fordert die GRÜNE JUGEND Thüringen ein Umdenken in der Hochschulfinanzierung: Damit in Zukunft die Finanznot des Landes nicht als Grund für die Vernachlässigung von Bildungsinvestitionen gelten kann, fordern wir, dass endlich das Kooperationsverbot von Bund und Ländern abgeschafft wird! Die Zukunft des Freistaats darf nicht unter den Sparmaßnahmen der großen Koalition leiden.“