Bereits zum elften Mal findet in Gera am Samstag, 6. Juli, das Neonazi-Festival „Rock für Deutschland“ statt. Die Etablierung einer solchen Veranstaltung kann nicht widerstandslos hingenommen werden! Deshalb ruft die GRÜNE JUGEND Thüringen dazu auf, sich den zahlreichen Protestveranstaltungen anzuschließen.

Dazu erklären Eva Pfannerstill und Bendix Offensand, Sprecher*innen der GRÜNEN JUGEND Thüringen: „Demokratie, Menschenrechte, Toleranz und Meinungsfreiheit sind in Gefahr, solange Nazis ungestört ihre menschenverachtenden Ideologien verbreiten können. Rechtsrockfestivals wie „Rock für Deutschland“ sind nicht nur gefährliche Anziehungs- und Rekrutierungspunkte für überwiegend junge Rechte, sondern auch wichtige Einnahmequellen für Freie Kameradschaften, NPD und Co. Vor allem aber bieten sie der NPD ein Podium für die Verbreitung ihres menschenfeindlichen Gedankenguts.“

Der aktuelle Thüringen-Monitor zeigt, dass antidemokratisches und rassistisches Gedankengut in der sogenannten „Mitte“ der Gesellschaft weit verbreitet sind. Das schafft erst den Nährboden für die Akzeptanz und Etablierung solcher Veranstaltungen wie „Rock für Deutschland“.

„Die GRÜNE JUGEND Thüringen fordert daher in den Schulen eine bessere Aufklärung über gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und die Stärkung von Programmen und Initiativen gegen Rechts. Gesicht zeigen gegen Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und Homophobie ist das Gebot der Stunde! Es ist nötig, gegen Nazi-Veranstaltungen wie „Rock für Deutschland“ aufzustehen und zu zeigen, dass Gera kein Platz dafür ist. Gera nicht, und auch sonst kein Ort auf der Welt!“, erklären Eva Pfannerstill und Bendix Offensand abschließend.

Die GRÜNE JUGEND Thüringen wirbt für eine breite Unterstützung der Engagierten in Gera, die zum Teil schon seit Donnerstagabend mit einem Protest-Camp zivilen Ungehorsam leisten. Die Kundgebungen beginnen am Samstag um 10:30 Uhr am Hofwiesenplatz, ab 12 Uhr ist eine gemeinsame Demonstration vor dem Hauptbahnhof geplant.