Die diesjährigen Demonstrationen zum Christopher Street Day in Erfurt und Weimar stehen unter dem gemeinsamen Motto „Grenzenlos Mensch sein“.

Dass dieses Motto nicht überall Realität ist, sieht man zum Beispiel, wenn man nach Russland blickt und die dortige Verfolgung von Homosexuellen betrachtet, die so weit geht, dass mittlerweile jede*r, der über das Thema aufklären will, wegen „Homo-Propaganda“ mit staatlicher Verfolgung rechnen muss. Auch die Demonstrationen in Frankreich nach der erfolgreichen Öffnung der Ehe zeigen, dass der Gedanke der Gleichberechtigung noch nicht in der Öffentlichkeit verankert ist.

Aber auch in Deutschland wird die Gleichberechtigung vom Homo- und Heterosexuellen nur langsam vorangetrieben, vor allem durch die Beschlüsse des Bundesverfassungsgerichts, die CDU/CSU und FDP in Gleichstellungsfragen immer weiter vor sich hertreiben.

Dazu Anneke Scherz, Sprecherin des Landesarbeitskreises Demokratie und Recht der GRÜNEN JUGEND Thüringen: “Egal ob ein Mensch homo- oder heterosexuell ist, oder ob er sich als transgender definiert: Alle Menschen sollten die selben Rechte und Pflichten haben. Es ist unfassbar, dass ein Land, welches die Würde des Menschen als höchstes Gut in seiner Verfassung festschreibt, Unterschiede zwischen Sexualitäten machen kann. Deutschland ist zwar definitiv auf dem richtigen Weg, hin zu einer kompletten Gleichstellung aller Menschen. Leider kann man das nicht von allen Ländern dieser Welt sagen. So wird noch immer in manchen Ländern Homosexualität mit der Todesstrafe verfolgt. Auf Gleichberechtigung aller sexuellen Orientierungen sollte in der Menschenrechtspolitik der Bundesregierung stärker Wert gelegt werden!“

Die GRÜNE JUGEND Thüringen ruft zur Teilnahme an der Demonstration „Grenzenlos Mensch sein“ am Samstag, 29. Juni um 14 Uhr ab dem Erfurter Bahnhofsvorplatz auf.