Vom 13. bis 15. April 2012 fand in der Rudolf-Steiner-Schule in Dortmund der 36. Bundeskongress der Grünen Jugend statt. Dabei fassten 400 Teilnehmende, davon 15 aus Thüringen unter dem Motto ?Gerechtigkeit kennt keine Grenzen? Beschlüsse zu globaler Gerechtigkeit, Wirtschafts- und Sozialpolitik, Pharmapatenten und zum UrheberInnenrecht. Daneben wurden mit Theresa Kalmer aus Halle an der Saale und Alexandra Werwath aus Bremen zwei neue Beisitzerinnen in den Bundesvorstand der GRÜNEN JUGEND gewählt. Nach der gemeinsamen Anreise aus Thüringen tagte am Freitag zum ersten Mal das Plenum statt, danach teilten sich die Teilnehmenden in verschiedene World Café Gruppen auf, um unter anderem mit Astrid Rothe-Beinlich MdL aus Thüringen über den Naziterror  oder mit Volker Beck über Menschenrechte und Wirtschaft zu diskutieren. Astrid Rothe-Beinlich stellte dabei die Thüringer Neonaziszene ausführlich da und berichtete über das bündnisgrüne Engagement gegen Rechts in Thüringen.
Weiterhin fand etwa auch ein Panel zum französischen Präsidenschaftswahlkampf statt, in dem Junggrüne über ihr Wahlkampfengagement für die grüne Kandidatin Eva Jolly berichteten. Anschließend kam es wie an jedem Freitagabend bei einem Bundeskongress der Poetry Slam Contest, in dem die TeilnehmerInnen ihre Künste unter Beweis stellen.

Am Samstag morgen warteten die Workshops, unter anderem zum Thema ACTA mit Malte Spitz oder zu „Pharmaindustrie = Contentindustrie? Pharmaflatrate & andere Alternativen zu Medizinpatenten“ mit Paula Piechotta und der AG Gesundheit. Nach den Fachforen Treffen am späten Samstagvormittag und der Diskussion zur organisatorischen Zukunft der GRÜNEN JUGEND mit der Strukturkommission sowie den AntragstellerInnentreffen ging es am späten Samstagnachmittag wieder ins Plenum.Im Plenum begann die Debatte um die Anträge zu globaler Gerechtigkeit, in der sich ein Konflikt darüber rauskristallisierte, ob mensch in GRÜNE JUGEND Anträgen neben Visionen auch konkrete mittelfristig umsetzbare Maßnahmen nennen sollte. Letztendlich setzte sich etwain Antrag „Migrationspolitik ? menschlich und global gerecht gestalten“ die Position durch, dass Deutschland mit die Anwerbung von Ärztinnen und Ärzten aus dem globalen Süden stoppen müsse. Nach den Nachwahlen des Bundesvorstand, der Wahl der SPUNK-Redaktion und der Party am Samstagabend ging es dann am Sonntagmorgen mit den verschiedenen Anträgen weiter. Besonders emotional waren dabei die Debatte über das UrheberInnenrecht und die Erbschaftssteuer.