Vor dem Hintergrund eines verstärkten öffentlichen Auftretens rechtspopulistischer Gruppierungen beziehen wir als GRÜNE JUGEND Thüringen klar Stellung gegen diskriminierende Forderungen, die sich gegen unsere demokratische Grundordnung richten. Auch die Diskriminierung von Menschen mit Migrationshintergrund und Asylsuchenden sowie den Angriff auf Grundrechte lehnen wir entschieden ab.

1. Denkstrukturen erkennen, Mythen dekonstruieren!
Die GRÜNE JUGEND Thüringen bekennt sich zu einer weltoffenen Gesellschaft, in der gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit keinen Platz hat. Alle Menschen sollen unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Glauben, ihrer sexuellen Identität und ihrem Geschlecht in unserer Gesellschaft ein Zuhause finden können, ohne sich vor Diskriminierung und Verfolgung fürchten zu müssen. Dies zu garantieren, ist Aufgabe einer pluralistischen Gesellschaft und eines jeden demokratischen Rechtsstaats.
Leider entwickeln sich immer wieder diskriminierende Denkstrukturen in unserer Gesellschaft. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und reichen von Rassismus, über Verschwörungstheorien bis hin zu diffusen Ängsten, die empfänglich für Vorurteile und scheinbar einfach Antworten machen. Diesen müssen wir mit inhaltlichen Gesprächen begegnen und mit Hilfe von Fakten und Expert*innen einen Gegenpol zu populistischen Behauptungen und Unterstellungen bilden.

2. Solidarität mit Diskriminierten – Gegen menschenfeindliche Proteste auf die Straße!
Jegliche Zurschaustellung von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit ist ein geschichts-vergessender Akt gegen eine weltoffene und bunte Gesellschaft. Insbesondere Rechtspopulist*innen wie bespielsweise „Pegida“ in Dresden oder „Sügida“ in Suhl nutzen bestehende gesellschaftliche Streitpunkte, um diese für sich zu vereinnahmen, zu instrumentalisieren und Schreckensszenarien heraufzubeschwören. Allen Formen von Diskriminierung stellt sich die GRÜNE JUGEND Thüringen entschieden entgegen. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit darf nicht gesellschaftsfähig werden. Die GRÜNE JUGEND Thüringen solidarisiert sich mit allen gewalt-freien Protesten, die sich gegen die Diskriminierung richten.
Rechtspopulistische Proteste bieten Rechtsradikalen eine Plattform und geben diesen das Gefühl, dass ihr menschenverachtendes Weltbild und die damit verbundenen Aktionen gesellschaftsfähig werden. Dies ist besonders gefährlich, da hierdurch ihre Hemmschwelle zur Gewaltanwendung gegenüber Mitgliedern von Minderheiten sinkt. Eine Ausweitung der Gewalt gegenüber Minderheiten ist zu verurteilen und zu verhindern. Darum solidarisiert sich die GRÜNE JUGEND Thüringen mit allen Opfern von Gewalt und Bedrohung aufgrund gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Die GRÜNE JUGEND Thüringen tritt in einen demokratischen, gewaltfreien Protest, um eine Gegendarstellung zur rechtspopulistischen Propaganda zu bieten.

3. Rechtspopulismus in Parlamenten, geschlossen gegen Diskriminierung!
Mit der Zunahme an rechtspopulistischen Protesten gewinnen auch rechtspopulistische Parteien an Zulauf. Die GRÜNE JUGEND Thüringen macht es sich zur Aufgabe, diesen Parteien auf inhaltlicher Ebene und, wo es nötig ist, auch auf der Straße, entschieden entgegenzutreten. Ihren Thesen und Argumenten, die versuchen, unter dem Vorwand auf dringende gesellschaftliche Fragen durch das Schüren von Ängsten und mit der Ausgrenzung von Minderheiten zu antworten, werden wir überall mit Fakten entgegentreten. Eine Zusammenarbeit mit Parteien wie der „Alternative für Deutschland“ ist für uns daher auf allen Ebenen ausgeschlossen.