Der Aufenthalt in einer Jugendarrestanstalt für Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 14 und 21 Jahren soll als eine Art Warnschuss fungieren. Die Gründe weshalb eine solche Strafe ausgesprochen wird, sind vielfältig. Es kann sich dabei um Schulschwänzen handeln als auch um Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz, Diebstahl bis hin zu schwerer Körperverletzung. Oft gibt es in solchen Anstalten allerdings keine finanziellen Mittel, um Pädagog*innen einzustellen, die die Kinder und Jugendlichen in Form schulähnlicher Leistungen auf das alltägliche Lernen vorbereiten. Dies sollte allerdings nicht nur für Arrestant*innen selbstverständlich sein, die wegen Schulschwänzen ihre Zeit in solch einer Einrichtung verbringen müssen, auch für Jugendliche mit anderen Hintergründen sollte dies eine Selbstverständlichkeit darstellen.
Die Grüne Jugend Thüringen fordert, dass die Betreuung, Bildung und Vorbereitung auf das schulische Lernen nicht ausschließlich auf den Schultern von freiwilligen Helfer*innen, pensionierten Lehrer*innen und Lehramtsstudent*innen getragen werden soll. Dabei muss auf die Bedürfnisse bzw. jeweilige Klassenstufe, ohne Überforderung, geachtet werden. Der Freistaat Thüringen soll in die Pflicht genommen werden Gelder bereitzustellen, um ausgebildete Pädagog*innen für diese Tätigkeitsfelder in Einrichtungen des Jugendarrestes einzustellen.