Die GRÜNE JUGEND Thüringen lehnt eine Kostenerstattung homöopathischer Leistungen durch die Gesetzlichen Krankenkassen und die Beihilfe ab.

Wirksamkeitsnachweis und eine Bewertung der Kosten-Nutzen-Relationen müssen Grundlage sein für alle Leistungen, die von der Gesetzlichen Krankenversicherung und der Beihilfe erbracht werden. Dementsprechend fordern wir eine klare Differenzierung der verschiedenen Formen der Alternativmedizin wie Phytotherapie, Anthroposophie, Homöopathie und Akupunktur und eine getrennte Bewertung ihrer Wirksamkeit sowie der Kosten-Nutzen-Relation.

Weil die Wirksamkeit homöopathischer Verfahren, die sich durch das Ähnlichkeits- und Potenzierungsprinzip von anderen Formen der Alternativmedizin abgrenzen lassen, über Placeboeffekte hinaus widerlegt ist, lehnen wir eine Kostenerstattung für homöopathische Leistungen durch die Gesetzlichen Krankenkassen sowie die Beihilfe ab. Gleichwohl erachten wir eine Diskussion, inwiefern Placebobehandlungen erstattungsfähig sein sollten, wenn Therapiealternativen mit Wirksamkeitsnachweis nicht zur Verfügung stehen, für sehr lohnend und wichtig.

Darüber hinaus ist es in unseren Augen nicht verständlich, dass gegenwärtig ausführliche Anamnesegespräche im Rahmen homöopathischer Versorgungen von der Gesetzlichen Krankenversicherung erstattet werden können, während dies im Rahmen der nicht-alternativmedizinischen Behandlung nicht möglich ist. Dies ist vor dem Hintergrund der enormen Bedeutung eines ausführlichen Gesprächs zwischen Ärzt*innen und Patient*innen für die Patient*innenzufriedenheit und den Behandlungserfolg nicht nachvollziehbar.