Das Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit hat sich an der Finanzierung der „Stiftung zur Förderung der ambulanten ärztlichen Versorgung in Thüringen“ mit insgesamt 75 000 Euro beteiligt. Derzeit werden die Gelder der Stiftung für Stipendien an Ärzt*innen in Weiterbildung vergeben, die sich im Anschluss zu einer Niederlassung in Thüringen verpflichten. Ähnliche Stipendienmodelle, teilweise auch für Studierende, bieten beispielsweise auch Sachsen und Sachsen-Anhalt an. Es kann jedoch beobachtet werden, dass das Abrufen der Stipendien lediglich Mitnahmeeffekten entspricht, da sich nur jene Assistenzärzt*innen und Studierende bewerben und verpflichten, die ohnehin eine Niederlassung innerhalb der entsprechenden Ländergrenzen anstreben. Des Weiteren übernehmen hier die Landeshaushalte teilweise die Finanzierung von Aufgaben, die die kassenärztlichen Vereinigungen selbst erbringen, und damit auch selbst finanzieren müssten. Aus diesem Grund lehnt die GRÜNE JUGEND Thüringen diese Form der Finanzierung der Kassenärztlichen Vereinigungen durch Steuergelder ab.